Die Gebärmutterentzündung der Hündin

Nicht kastrierte Hündinnen erkranken nicht selten an Gebärmutterentzündung. Dem Tierbesitzer fällt auf, dass das Tier ungern und schwer aufsteht, viel trinkt, unlustig ist und auch nicht gerne Futter zu sich nimmt. In manchen Fällen tritt ach eine stinkende, gelbliche bis rötliche Flüssigkeit aus der Scheide aus, welche zuweilen mit Durchfall verwechselt wird. In höhergradigen Fällen nimmt der Bauchumfang der Hündin zu. Meistens ist die letzte Läufigkeit etwa vor 4 Wochen zu Ende gewesen, manchmal wurde sie auch gar nicht bemerkt oder sie war extrem lang.
Häufig sind ältere Tiere betroffen, das Narkose- und Operationsrisiko ist dann dem Alter entsprechend höher als bei jungen Tieren, allein die Erkrankung selbst führt auch zu einer chronischen Kreislaufschwäche.
Bei sehr lange bestehenden Fällen kann auch ein Durchbruch des eitrigen Gebärmutterinhaltes in die Bauchhöhle erfolgen. Wesentlich für eine erfolgreiche Behandlung ist demnach die möglichst frühe Diagnose und Behandlung.
"Offene" Pyometren mit Ausfluß können mitunter medikamentell behandelt werden, allerdings ist mit einer Wiederholung der Erkrankung zu rechnen und daher eine Operation immer sinnvoller und sicherer.

 

Pyo2

Intraoperativ, Eitersackförmige Gebärmutter aus der Bauchhöhle

Pyo1

Typische Form einer "Pyo"