Das Equine Sarkoid
Equine Sarkoide sind häufig vorkommende pferdespezifische Tumoren, welche lokal invasiv wachsen und äußerst hartnäckig nach chirurgischer Entfernung an der gleichen Stelle wieder auftreten. Die Erfolge der klassischen Chirurgie sind daher auch äußerst bescheiden, daran ändern auch moderne Laser-Operationen nichts.
Klinisch zeigen sich Sarkoide bevorzugt im Ohren- und Augenlidbereich, an der Vorderbrust, am Unterbauch, in der Sattelgurtlage und an den oberen Extremitäten. Das äußere Erscheinungsbild ist warzenartig und trocken über knotig und blutig-feucht bis zu einer Form, welche Knoten unter der Haut bildet. Ursache der Krankheit sind Viren, Auslöser häufig Verletzungen an den betroffenen Stellen. Eine erbliche Komponente scheint vorhanden zu sein. An einigen Sellen, wie am Augenlid ist die chirurische Entfernung meistens nur zum Teil oder gar nicht möglich. Jens/Siebert beschreiben ein Therapieverfahren, welches kosmetisch ausgezeichnete Ergebnisse liefert und an allen Stellen zur restlosen Entfernung geeignet ist: Die Kryochirurgie mit flüssigem Stickstoff. Hierbei werden die kranken Zellen mit 196°C schnell tiefgefroren und einer langsamen Auftauphase unterworfen, was eine nachhaltige Schädigung des kranken Gewebes verursacht und den Körper zur Reparatur anregt. So ist es auch an heiklen Stellen wie am Augenlid möglich, Tumoren zu entfernen ohne die Funktion des Augenlids zu beeinträchtigen.
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