"Natürliche" Fremdkörper im Ohr oder auch an anderen Stellen
... sind eigentlich relativ selten. In manchem Gegenden stellen sie allerdings eine jahreszeitlich wiederkehrende Gefahr für Hunde und Katzen dar. Der Grund ist, dass die Grannen der Mäusegerste, der sogenannte "Schliafhansl", reifen und aufgrund ihrer besonderen Form dazu geeignet sind, sich im Ohr nur in einer Richtung, nämlich in Richtung des Trommelfells, zu bewegen. An anderen Körperstellen, bevorzugt zwischen den Zehen, bohren sie sich durch die Haut und verursachen dort eine schmerzhafte Fistelung, welche sich nach einiger Zeit verschließen kann und an anderer Stelle aufbricht. Auch im Fußbereich wandern nämlich die Grannen entlang der Sehnen und natürlichen Hohlräume aufwärts. Mit etwas Glück wandern sie durch die Haut wieder nach außen, zumeist bleiben die "Schliafhansln" aber an einer Stelle hängen und verursachen einen eitrigen Ausfluß aus einem kleinen Loch.
Je schneller man den Tierarzt aufsucht, desto eher die Chance das kleine Ding mit der Pinzette zu fassen. Im späteren Stadium hilft oft nur eine umfangreiche Operation, um den schmerzenden Fremdkörper entfernen zu können.
Schliafhansl
Suche nach dem Schliafhansl