Singvögel füttern im Winter? Wenn ja, dann aber richtig!
Während des Winters bei geschlossener Schneedecke und Dauerfrost ist es für Vögel schwierig Futter zu finden. Gerade dann brauchen die Tiere aber besonders viel Energie. Die Vögel machen daher von einem zusätzlichen Nahrungsangebot im Garten gerne Gebrauch. Was soll man füttern?
Körnerfresser (z.B. Finken und Sperlinge) verzehren gerne Sonneblumenkerne und Hanf sowie handelsübliche Freilandfuttermischungen. Weichfutterfresser (z.B. Rotkehlchen, Zaunkönig, Amsel, Star) ernähren sich hauptsächlich von tierischer Kost und feinen Sämereien. An den Futterstellen kann man ihnen Haferflocken, Rosinen, Beeren, Obst und Nüsse anbieten. Auch Fett-Körnermischungen (Meisenringe oder –knödel) sind geeignet.
Auf keinen Fall sollte man Essensreste, gesalzenes oder gewürztes Futter und reines Fett (Butter, Speckschwarten) verfüttern.
Wie soll man füttern?
Das Futter muss vor Nässe, Schnee und Vereisung geschützt werden. Gut geeignet sind Futterhäuschen mit witterungsgeschütztem Futtervorrat.
Kotverunreinigungen an der Futterstelle müssen möglichst gut beseitigt werden, da es sonst zur Übertragung von Krankheiten kommen kann. Die Vögel sollten also auch nicht im Futter sitzen können. Gut geeignet sind deshalb Silofutterhäuser oder Futtersäulen, bei denen das Futter nicht mit dem Kot in Kontakt kommt.
Wann soll man füttern?
Grundsätzlich soll nur in den Wintermonaten gefüttert werden.
Wie lange soll man füttern?
Je nach Witterung muss die Winterfütterung spätestens im Februar/ März eingestellt werden. Man verringert allmählich die Futtermenge, damit die Tiere wieder lernen, sich selbst Futter zu suchen.
Indem Sie die Vögel im Winter füttern helfen Sie ihnen nicht nur zu überleben, sondern geben ihnen auch die Möglichkeit für den großen Energiebedarf im Frühjahr (Aufzucht der Jungvögel) Reserven zu sammeln.
